Forstpraktikum der 7. Klasse

Was vollzieht sich in der Entwicklung eines Siebtklässlers, einer Siebtklässlerin?

In der Phase der Distanzierung zur Umgebung und innerer Umbauprozesse ist es wichtig, die Verbindung zur Welt nicht abreißen zu lassen. Erleben und Verstehen soll gestärkt und entwickelt werden: In der Welt arbeiten können bedeutet, die Welt verstehen lernen.

So führten wir in Kooperation mit dem Stadt-Kulturverband Bexbach das Projekt „Kunst und Kultur im Wald“ durch, das von der Kulturstiftung des Bundes gefördert wird, in Kooperation mit Saarpfalzkultur e.V.

Eine Woche lang wanderten 36 Siebtklässler jeden Morgen zum Gänseweiher im nahe gelegenen Bauernwald. Es galt, den starken Wildwuchs rund um den Gänseweiher zu roden, das umliegende Waldstück auszulichten und eine Aufwuchsfläche anzulegen. Unterstützt wurden wir von Hannes Ballhorn, Umweltpädagoge und Naturführer, der das Projekt leitete, sowie von einem unserer Hausmeister und Erlebnispädagogen Bernd Kreuz, und einigen Eltern.

Die ganze Woche über wurde gesägt, entastet und Stämme sowie Kleinholz geschleppt. Viele der Schülerinnen und Schüler lernten, geschickt mit Säge, Astschere und Beil umzugehen und es gab, außer wenigen kleinen Blessuren, keine Verletzungen. – Stolz auf den riesigen, auf Meterstücke zurecht gesägten Holzstapel, durften die Schülerinnen und Schüler zum Schluss in einem von Hannes Ballhorn angeleiteten Landart-Projekt ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Dabei entstand ein großes Sternen-Mandala auf dem bemoosten Waldboden, eine Gemeinschaftsarbeit der ganzen Klasse. In großer Runde wurde sie zum Abschluss von allen bestaunt und gewürdigt.

Das Highlight des letzten Tages bildete der Anhänger, auf dem fast alle zum Arbeitsplatz und mittags zurück zur Schule transportiert wurden. Der letzte Tag endete mit dem sorgfältigen Säubern des Arbeitsplatzes und einem kleinen Grillfeuer. „Das war fast wie eine Klassenfahrt“, wurde von Schülern geäußert, obwohl die Durchhaltekraft in den vergangenen Tagen manchmal strapaziert wurde. Auch das die ganze Woche über sehr schöne Wetter hat nicht unwesentlich zum guten Gelingen beigetragen!

Die Fortsetzung des Projektes soll die Installation von Klangobjekten und, in Zusammenarbeit mit dem NABU, die Aufstellung von Schautafeln sein.

Ein besonderer Dank gilt meinem Kollegen Joachim Karsten, der die Kontakte hergestellt und mit großem Zeitaufwand wesentlich zur reibungslosen Organisation beigetragen hat!

Gabriele de Cuveland