Kleiner Pilz ganz groß

Am letzten Mittwoch hatte die 5. Klasse die Gelegenheit, Pflanzenkunde
einmal ganz anders zu erleben. Herr Regin, Vorsitzender der Pilzfreunde
Bexbach e.V, hatte sich bereit erklärt, mit uns eine Pilzwanderung im
nahegelegen Bauernwald zu unternehmen. Gegen 8:00 Uhr trafen wir uns zur
Begrüßung in der Klasse und wanderten dann einige Minuten später
bereits dem Wald zu. Die Schüler und Schülerinnen hatten in den
vorhergehenden Stunden einiges über die Pilzwelt erfahren und konnten
nun viele Fragen stellen. Die wichtigste aller Fragen lautete aber
immer: “Kann man den Pilz denn essen?“

Herr Regin erklärte ihnen dann zum Beispiel, wie man essbare von
ähnlichen aber ungesnießbaren Pilzen unterscheiden und somit eine
Verwechselung vermeiden kann. Und natürlich betonte er immer wieder,
dass man Pilze, die man nicht kennt auf jeden Fall besser stehen lässt.
Ein großer Schwerpunkt aber lag auf der Tatsache, dass die Pilze für den
Wald und seine Bewohner von ganz großer Bedeutung sind. So bilden Bäume
und Pilze sehr oft Lebensgemeinschaften, bei denen der Pilz den Baum
mit Nährstoffen und Wasser, der Baum aber den Pilz mit Zucker versorgt
und dass beide ohne einander nicht existieren können. Auch sind die
Pilze neben verschiedenen anderen Lebewesen des Waldes dafür
verantwortlich, dass Blätter, Äste oder ganze Stämme sowie
kompostierbares Material in Humus verwandelt wird und so als Nährstoff
wieder zur Verfügung steht. Wäre dem nicht so, müssten wir wohl bald
alle in kurzer Zeit im Laub des Waldes versinken. So benötigt eine
Ansiedlung des Ziegelroten Schwefelkopfs etwa 15 Jahre, um einen
Baumstumpf in fruchtbaren Waldboden zu verwandeln.

Neben der Pilzwanderung hat die jetzige 5. Klasse auch noch weitere
Waldprojekte unternommen, wie z.B. eine Buchenpflanzung im Forst von
Niederwürzbach. Da uns die Erhaltung unserer Wälder ganz wichtig ist,
haben wir unsere Projekttage ebenfalls diesem Thema gewidmet. Eine
Fortsetzung findet das Waldprojekt in der anstehenden Jahresarbeit zur
Tierkunde im nächsten Frühjahr, für die sich die Schüler und
Schülerinnen einheimische Tiere des Waldes auswählen dürfen.

(Für die 5. Klasse Barbara Becker)