Schau hin – Misch dich ein!

Unter diesem Motto der Unesco-Projektschulen fanden in der Freien Waldorfschule Saarpfalz Bexbach drei Projekttage statt. Alle Schülerinnen und Schüler von der ersten bis zur zwölften Klasse warfen den normalen Stundenplan über Bord und arbeiteten intensiv in insgesamt fünfzehn verschiedenen Projektgruppen, ab der Klasse 7 klassenübergreifend, zusammen. In einer großen Vielfalt an Projekten – vom Bau eines Skischanzenmodells bis hin zum Trommeln – begegneten sich Schüler, Lehrer und professionelle Referenten in intensivem Nachdenken, Erforschen, Austauschen und praktischem Tun.

Ein zentrales Thema einiger Projekte war die Beschäftigung mit dem afrikanischen Land Senegal, denn unsere Schule möchte zu einer Schule in Khombole/Senegal eine Partnerschaft aufbauen. Im Rahmen der drei Projekttage beschäftigte sich eine große Schülergruppe mit professioneller Unterstützung des NES (Netzwerk Entwicklungspolitik Saarland e.V.) mit geographischen und kulturellen Gegebenheiten Senegals und baute einen Chat-Kontakt zu einer Gruppe deutschsprachiger Schüler der Schule in Khombole auf. Mit großem Interesse auf beiden Seiten wurden erste Kontakte geknüpft und die Basis für einen weiteren Austausch geschaffen, der in einer AG weiter gepflegt werden soll.

Eine andere Gruppe befasste sich mit der Biographie Jane Goodalls und dem Thema Tierschutz. Die SchülerInnen wurden selbst aktiv, begannen, das Gelände um die Schule herum von Müll zu säubern und Plakate zu gestalten, die über die Gefahren von Müll für Wildtiere aufklären. So schärften sie ihre Sinne für die Umwelt, wurden sich ihres Konsumverhaltens bewusst und dokumentierten ihre Aktionen. Wiederum wurde die Basis gelegt für die Gründung einer schuleigenen AG, einer „Roots&Shoots“-Gruppe.

Bewusstsein schaffen für das eigene Verhalten einerseits, aufklären und informieren über Folgen unseres Konsumverhaltens – das stand auch im Mittelpunkt der Arbeitsgruppe „Handy“, wo die Schüler viel erfuhren über die menschenunwürdigen und ökologisch fragwürdigen Bedingungen, unter denen die Rohstoffe für unsere digitalen Medien gewonnen werden. Diese Schülergruppe veranstaltete eine Aufklärungsaktion in der Stadtmitte von Bexbach und gestaltete einen Flyer.

Weitere Arbeitsgruppen beschäftigten sich mit Pressefreiheit, der Frage „Was braucht der Mensch zum Glück?“ oder traten praktisch in Aktion, um das Schulgelände zu verbessern. Gemeinsam mit den beiden Hausmeistern und drei Lehrern wurde die Weitsprunggrube erneuert und der Bau einer großen Schaukel vorbereitet. Andere schnitzten Klanghölzer für das Waldprojekt, übten sich im Steinhauen oder flochten Körbe, Schalen und Übertöpfe aus alten Zeitungen und Hochglanzreklamesendungen, die sonst ungelesen weggeworfen würden.

Eine Bilanz dieser drei spannenden und äußerst aktiven Tage, an denen sich die Schulgemeinschaft anders erlebte und an denen allen bewusst wurde, was wir im Sinne einer Unesco-Projektschule auf die Beine stellen können, wurde in der abschließenden Präsentation im großen Festsaal gezogen.

Unter dem Titel „Schau hin – misch dich ein“ hatten die Klassen 2-6 der Freien Waldorfschule Bexbach viele Möglichkeiten, sich Projekte für drei Tage auszusuchen.

Im Rhytmischen Teil des Hauptunterrichtes lernten die SchülerInnen der 2. Klasse und ihre Klassenlehrerin unter fachkundiger Anleitung unserer Musiklehrerin Frau Solowiej drei afrikanische Lieder, aus Tansania, Simbabwe und Südafrika. Wir arbeiteten zusammen an einer tänzerischen Choreografie, um den besonderen Rhythmus der Lieder durch Klatschen und Stampfen zu betonen! Dies machte uns allen sehr viel Spaß!

Im zweiten Block des Tages widmeten wir uns jeweils handwerklichen Tätigkeiten.

Am ersten Tag bastelten wir uns Schellen aus Gegenständen, die normalerweise im Müll landen: aus Kronkorken und alten Drahtkleiderbügeln entstanden schöne Musikinstrumente!

Am 2. Tag des Projekts durften wir Tshirts batiken. Mit Schnur, Gummis und Handschuhen ging es ans Werk: gut, dass wir Frau Frey zur Unterstützung dabei hatten! Am Ende konnten wir unsere wunderschönen und farbenfrohen Ergebnisse betrachten!

Den Abschluss des Projekts stellte das Basteln von Rasseln aus Plastikflaschen, gefüllt mit Kieselsteinchen, dar, die anschließend noch bunt bemalt wurden.

Am Ende jeden Schultages erzählte Frau Bernardy afrikanische Märchen , wie z. B. der "Zaubervogel" oder die "Katze, die ins Haus kam". Die Motive der Märchen kamen uns bekannt vor, obgleich andere Tiere und andere Pflanzen darin vorkamen.

Bei unserem gemeinsamen Rückblick waren wir uns alle einig, dass es uns richtig viel Spaß gemacht hat und wir uns schon auf das nächste Projekt freuen!

Christin Bernardy, 2.Klasse


Wir hatten die Rollen sehr schnell verteilt, das Stück zusammen gelesen und bald erste Proben im Eurythmiesaal machen können. Zwischendurch wurden Kostüme anprobiert und zurecht gemacht. Für die Kinder war es eine aufregende Erfahrung, denn das war die erste Auseinandersetzung mit "richtigem" Theater. Das Abenteuer geht in den Tagen nach der eigentlichen Projektwoche noch weiter bis zur Aufführung am 11. November. (Siehe gesonderten Bericht auf dieser Homepage).

Christoph Riefer, 3. Klasse

Die Schüler der 4. Klasse hatten an den diesjährigen Projekttagen ein vielfältiges Programm zu bewältigen. Zunächst war die Arbeit an dem Spiel „Das Zauberquadrat“ fortzusetzen und zu intensivieren. Dieses Spiel soll ja bereits bei der nächsten Schulfeier zur Aufführung kommen.

Im weiteren wurden die bereits erworbenen Fähigkeiten im Formenzeichnen angewandt, um nun in großem Format Flechtbänder zu entwerfen, die uns als Klassenschmuck dienen sollen.

Die weitere Zeit wurde dazu verwandt, etwas über die Herkunft und die Pflege unserer Topfpflanzen zu erfahren und sie umtopfen zu lernen. Hierbei erwies sich, wie dringend notwendig dieser Schritt war. Pflanzen der eigenen Klasse, aber auch des Lehrerzimmers und des Treppenaufganges wurden so lebensrettenden Maßnahmen unterzogen.

In der verbleibenden Zeit wurde ein Teil des selbstgeernteten Getreides gemahlen, um so das bevorstehende Brotbacken vorzubereiten und damit ein bereits in der 3. Klasse begonnenes Großprojekt zu Ende zu bringen.

Der großzügige Zeitrahmen erlaubte es uns, tief in diese verschiedenen Arbeitsfelder einzutauchen und so besondere Anliegen dieses Schuljahres miteinander zu verbinden und einen beträchtlichen Schritt voranzubringen. Das durchgehend emsige Schaffen zeigte, dass die Vielfalt der Betätigungen für jeden etwas bot und somit Intensität und Arbeitsfreude in keinem Momente nachließen.

Gerd Neukirch, 4. Klasse

Die 5. Klasse arbeitet bereits seit einem Jahr recht intensiv an dem Thema Wald und wählte daher auch ein Projekt aus, das sich mit Bäumen beschäftigte. Dazu suchten sich die Schüler und Schülerinnen in kleinen Gruppen einen der zahlreichen Bäume auf dem Schulgelände aus und beobachteten, beschrieben und zeichneten den gewählten Baum. Dazu sammelten sie entsprechende Materialien wie Blätter, Rinde, Ästchen mit Knospen und vieles mehr. Im Klassenzimmer hatten sie dann die Aufgabe, ihren Baum in schriftlicher und künstlerischer Form darzustellen und am Ende der Projekttage vor der Klasse vorzustellen. Alle SchülerInnen meisterten diese Aufgabe mit sehr großer Freude und intensivem Engagement und freuen sich nun schon sehr auf die Fortführung des Themas in einer intensiven Baumbetrachtung im nächsten Schuljahr. In einer zusätzlichen Einheit durften die SchülerInnen mit Frau Karsten Tiere plastizieren.

Barbara Becker, 5. Klasse

Frieden, Vertrauen, Respekt, Toleranz und schöpferischer Umgang mit Konflikten ist sowohl für die Welt im Großen, für die Völker als auch für die kleine Welt zwischen mir und dir, hier bei uns, wichtig. Wir haben unseren Blick auf die kleine Welt in unserer Klasse gerichtet.

Das übergreifende Thema könnte man mit ICH + Du = WIR umschreiben. Das Miteinander in der Klasse stand im Mittelpunkt und wir haben verschiedene Dinge getan, um dieses zu pflegen, zu stärken und zu verbessern. So wurde von Frau Spaniol und Herrn von Carlowitz ein AntiMobbing

Projekt durchgeführt, bei dem es um den respektvollen Umgang miteinander ging. Dazu ergänzend wurden von Herrn Bernhardt und mir unterschiedliche Gelegenheiten geboten, spielerisch, sportlich und schauspielerisch in ein Miteinander zu kommen.

Die Angebote wurden in der Regel sehr aufgeschlossen, tatkräftig und aufmerksam aufgegriffen. Es gab viele dichte und schöne Gemeinschaftserlebnisse und reichlich Spaß. Für die nähere und fernere Zukunft ergaben sich viele Anknüpfpunkte. Auf jeden Fall haben uns die Projekte näher zueinander gebracht.

Sascha Riebel, 6. Klasse