St.Martinsspiel und Umzug aus den Augen der dritten Klasse

Für den Martinstag am 11.11. hatte die dritte Klasse eine besondere Herausforderung zu bestehen. Für ihre Eltern bestand traditionell die Aufgabe, den Umzug zu organisieren.

Mehr Aufregung aber hatten die Kinder. Sie sollten zum ersten Mal überhaupt als Schauspieler auf der Bühne stehen und ein Theaterstück zum Thema vorführen. Da machte es sich gut, dass im Vorfeld die Projektwoche lag (siehe Artikel). Schön, dass dies in deren Themenfeld "Schau hin, misch dich ein!" wunderbar hineinpasste. Denn Sankt Martin ist der Prototyp des Menschen, der nicht weggeschaut hat, sondern aktiv wurde und das Notwendige getan hat. Wir haben die Rollen sehr schnell verteilt gehabt, das Stück zusammen gelesen und bald erste Stellproben im Eurythmiesaal machen können. Zwischendurch wurden Kostüme anprobiert und zurecht gemacht. In der Woche danach konnten wir morgens auf der großen Bühne üben. Sie auszufüllen war eine echte Herausforderung. Und erst das laute Sprechen im richtigen Rhythmus! Wohl dem, der nicht alleine war wie Sankt Martin und der Bettler, sondern in einer Gruppe stand wie etwa die vier Winde, die Engel, die Gestirne oder die tapferen Ritter.

Am Ende erfüllten dann doch drei gelungene Aufführungen den Raum: Eine für die Schulklassen im Rahmen der internen Schulfeier, eine vor dem Martinsumzug und und eine für alle Eltern während der Schulfeier am Samstag (siehe Artikel).

Am eigentlichen Martinstag versammelten sich nachmittags die Kinder und Eltern der unteren drei Klassen in der Pausenhalle. Sobald die kleinen Schauspieler der dritten umgezogen waren, begann ein stimmungsvolles Singen von Laternen- und Martinsliedern. Im langen Zug der selbstgebastelten Laternen ging es dann hinauf zum nahe gelegenen Seniorenheim. Die alten Menschen freuten sich herzlich über das kleine Geschenk, mit Martinsliedern an ihre Kindheit erinnert zu werden. Viele summten leise mit. Inzwischen war es draußen ganz dämmrig geworden. Der lange Zug der leuchtenden Laternen bewegte sich entlang einer wegweisenden Spur aus Teelichtern zum großen Feuer, wo die Eltern schon warteten. Die Lieder erklangen erneut unter der Führung der Musikertruppe, bestehend aus Eltern, einer ehemaligen Schülerin und unserem Musiklehrer. Danach wurden die Martinsbrezeln brüderlich geteilt, die die Kinder morgens selbst geformt hatten.

Pünktlich zum geplanten Ende der Veranstaltung begann es zu nieseln, und die Familien machten sich eine nach der anderen auf den Heimweg.

Für die 3. Klasse

Christoph Riefer