| |
Nachrichten und Presse
Neue Steine für den Kreisel
Eine Gruppe von fünf sorgfältig behauenen Sandsteinen wartet seit Wochen auf dem Schulhof der Waldorfschule, um am Verkehrskreisel bei der Bahnüberführung aufgestellt zu werden. Der Termin dafür war eigentlich im Oktober geplant. Da allerdings dafür am Kreisel eine kurzfristige Sperrung nötig ist, lässt sich dasim Moment nicht realisieren.
"Erst muss die Baumaßnahme in der Susannastraße abgeschlossen sein" teilte dazu Georg Zintel vom Bauhof mit. Sonst lässt sich die notwendige Verkehrsumleitung nicht einrichten. So müssen die Steine wohl noch einige Zeit auf dem Schulhof bleiben. Sie sollen einen Bezug zur Partnerstadt Edenkoben zeigen; als Material wurden deswegen Pfälzer Buntsandsteine verwendet. Sie stammen aus dem Schweinstal bei Kaiserslautern vom Steinbruch Picard.
Bei der Beschaffung der notwendigen Steinmetzwerkzeuge half die Volksbank. "Künstlerisch und handwerklich ist das eine starke Herausforderung gewesen", sagt Joachim Karsten, Kunstlehrer an der Waldorfschule und Leiter des Kreisel-Projektes. Allein die Beschaffung und der Transport der Steine war "ein Problem für sich". Der Größte hatte anfangs das Gewicht von ca. 1 Tonne. Zum Entladen wurde extra ein Aufzug gebaut, mit Hebel und Rollen wurde das Übrige bewältigt.
An der Gestaltung der Steine waren vor allem Schüler der 12. Klasse beteiligt, in den Sommerferien auch eine ehemalige Schülerin und eine Gruppe von Freiwilligen. Alles wurde mit Klöpfel und Spitzeisen von Hand bearbeitet. Das braucht nicht nur viel Geschick, sondern auch Kraft und Zeit. "Der normale Unterricht reicht dafür nicht aus", so Karsten, "ohne viel Idealismus und Einsatz in der Freizeit ist solch ein Projekt nicht zu schaffen." Das Ergebnis kann sich sehen lassen!
Wie soll es nun am Kreisel weitergehen? Anfang des neuen Jahres sollen die Steine in der Kreiseleinfahrt Richtung Bahnhof aufgestellt werden. Die Gestaltung der übrigen Einfahrten soll auf die beiden weiteren Partnerstädte von Bexbach - Pornichet in Frankreich und Goshen in den USA Bezug nehmen. Dafür wurde der Kontakt zu den jeweiligen Partnerschaftsvereinen hergestellt und von dort Unterstützung zugesichert. Die Beschaffung von geeignetem Material (z. B. Granit aus der Bretagne) braucht aber Zeit und eine günstige Transportmöglichkeit muss noch gefunden werden.
Im Weiteren ist geplant, dass Schüler aus allen Partnerstädten bunte Freundschaftsfahnen bemalen und dann nach Bexbach schicken. Die Fahnen sollen an einem Mast in der Kreismitte als Installation befestigt werden und ein sichtbares Zeichen der Partnerschaft bilden.
Quelle:
Höcherberg Nachrichten
Zurück zur Übersicht
|
|