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Partnerstädte werden integriert

Sandstein aus Edenkoben, Granit aus Pornichet und Eiche aus Goshen sollen am Kreisel verarbeitet werden

Es ist seine erste große Aufgabe, bei der er sich momentan bewährt: Seit einigen Tagen steht auf dem Kreisel in der Nähe des Bexbacher Bahnhofs ein mit Lichterketten geschmückter Weihnachtsbaum.

Bexbach (id). Wer aus Richtung Rothmühle, aus Richtung Poststraße oder aus Richtung Bahnhofstraße auf den von einer geschwungenen Sandsteinmauer umgebenen Kreisel zufährt, kann schon jetzt erkennen, was die an der Arbeitsgruppe Kreisel der Freien Waldorfschule Saarpfalz in Bexbach beteiligten Schüler, Lehrer und Eltern mit der von ihnen übernommenenGestaltung bezwecken wollen: "Die im Kreisel errichtete Sandsteinmauer soll Bühne für wechselnde Installationen unterschiedlichster Art sein", sagt Joachim Karsten, Lehrer für Kunst und Werken und Leiter des Projekts. Dass am Kreisverkehrsplatz an der L 226/ Poststraße/Bahnhofstraße Menschen aus unterschiedlichen Richtungen kommen, regte die AG-Teilnehmer zudem dazu an, die drei Bexbacher Partnerstädte in die Kreisel-Gestaltung zu integrieren. Diesem Schritt widmen sich die Schüler und ihr Lehrer momentan. Voraussichtlich im Sommer nächsten Jahres wird dann der Kreisel wieder in ganz anderem Licht erscheinen.

Skulpturen und Hinweistafeln

"Wir wären mit unserem Projekt Kreiselgestaltung gerne schon weiter", gesteht Karsten. Weil ein Großteil der Arbeit dafür und daran aber im Unterricht erledigt werden müsste, gerieten immer wieder einzelne Arbeitsschritte ins Hintertreffen oder müssten unter Druck bewerkstelligt werden. So sei es inzwischen ziemlich genau ein Jahr her, seit sich die Mitglieder des Bexbacher Ortsrates zusammen mit Vertretern der Stadtverwaltung, dem Bürgermeister der Stadt, Heinz Müller, und dem ersten Beigeordneten, Wolfgang Imbsweiler, einen ersten Eindruck von den damals drei Vorschlägen zur Kreiselgestaltung gemacht hätten. "Von den drei ursprünglichen Modellen wurde allerdings keines realisiert", sagt Karsten. Geblieben sei jedoch die Idee, die drei Partnerstädte in die Anlage zu integrieren. Mit Skuplturen aus den jeweiligen Städten und Hinweistafeln mit deren Namen, den Gründungsdaten der Partnerschaften und Entfernungsangaben wolle man so Edenkoben in der Pfalz, Pornichet in der Bretagne und Goshen im US-Bundesstaat Indiana in den Kreisel in Bexbach-Mitte fest integrieren. "Im Augenblick geht es darum, wie wir an die entsprechenden Materialien herankommen", so Karsten. Gedacht ist an Sandstein aus Edenkoben, Granit aus Pornichet und wahrscheinlich Eiche aus Goshen. Bearbeitet werden sollen die Steine und das Holz an der Schule. Und schon jetzt ist klar: "Das Material aus Edenkoben wird am leichtesten zu beschaffen sein", weiß der Lehrer, der den pfälzischen Sandstein selbst in einem Steinbruch holen und nach Bexbach transportieren will. Zusammen mit Schülern der Klassen sieben bis zehn hat er vor während und nach den Herbstferien auch die optisch sehr ansprechende Stützmauer um den Erdwall im Kreiselinnern hochgezogen. Wenn der nun dort stehende Weihnachtsbaum seine Dienste getan hat, dann muss noch einmal Erde aufgetragen werden.

"Das haben die Schüler und Lehrer der Waldorfschule schon hervorragend gemacht", würdigt Thomas Schneider, Stadtangestellter im Fachbereich III (Bauen, Wohnen, Verkehr) das Engagement und die bisher geleistete Arbeit. Die Mauer sehe einfach sehr gut aus und finde in der Bevölkerung sehr positiven Anklang. Die Steine für die Stützmauer hätten übrigens von einer Maßnahme wiederbenutzt werden können, seien also nicht extra angeschafft worden.

Bei Städtebauförderung gemeldet

Mitarbeiter des Bauhofs seien nur beim Transport behilflich gewesen und hätten das für das Projekt erforderliche Fundament gelegt. Nachdem die Kreisel-Gestaltung mit Vertretern der Waldorfschule und der Stadt, dem Umweltministerium und dem Landesamt für Straßenwesen abgesprochen worden sei, sei das Projekt inzwischen auch im Rahmen der Städtebauförderung gemeldet und als bezuschussungswürdig anerkannt.

Quelle: Saarbrücker Zeitung


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