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Sie rannten für einen guten Zweck

Die Bexbacher Waldorfschule spendete aus Sponsorenlauf 12 000 Euro für Afrika-Projekt von Dr. Hans Schales

Eltern, Schüler und Lehrer der Waldorfschule liefen viele Runden, und der Lohn für ihre Anstrengungen waren 12 000 Euro, die sie nun Dr. Hans Schales für sein Projekt in Afrika übergeben konnten.

Bexbach (id). "Das Projekt war gigantisch gut", lobte Oliver Schales, Lehrer am Homburger Johanneum, den Ende vergangenen September von und an der Freien Waldorfschule Saarpfalz Bexbach organisierten und durchgeführten Sponsorenlauf. Etwa 300 Schüler, Lehrer und Eltern rannten, gingen oder spazierten im Rahmen dieser Veranstaltung für einen guten Zweck. Ihre Aufgabe und ihr Ziel war es dabei, innerhalb von 45 Minuten möglichst viele 150- oder 300-Meter-Runden auf dem und um das Gelände der Schule herum zurückzulegen.

Pro Runde wurde gezahlt

Belohnt wurden sie dafür am Ende mit einem zwischen den Läufern und ihren frei gewählten Sponsoren zuvor festgelegten Cent- beziehungsweise Euro-Betrag pro Runde. Als Kontrolle für die zurückgelegten Runden und damit für den auszuzahlenden Betrag gab es pro 150 beziehungsweise 300 Meter einen Stempel.

Knapp zwei Monate nach dem Sponsorenlauf ging nun noch einmal ein von weit her angereister Läufer an den Start. Für Doktor Hans Schales - Gynäkologe im Ruhestand und früherer Chefarzt der Dudweiler St. Josef-Klinik, Initiator eines Afrika-Hilfsprojektes und im Rahmen dessen seit zwei Jahren am St. Lukes Hospital in Bullawayo in Zimbabwe tätig - war die Runde durch den Festsaal der Schule jedoch mehr eine symbolische. Zwar bekam auch er einen Stempel. Der Betrag, der ihm dafür im Rahmen der Monatsfeier von seinen Sponsoren - den Schülern, Lehrern und Eltern der Bexbacher Waldorfschule - in Form eines riesengroßen Schecks durch Gerd Neukirch, Lehrer an der Schule, ausgehändigt wurde, sprengte jedoch offensichtlich all seine Erwartungen.

"12 000 Euro, das ist, vom Erlös ganz großer für das Afrikaprojekt organisierter Veranstaltungen abgesehen, die bislang größte Summe, die meinem Vater überreicht wurden", sagte Oliver Schales. Hans Schales war so gerührt, dass er weinte. Auch sein Sohn war von der bemerkenswerten Aktion und dem Ergebnis "absolut beeindruckt". Nach seinem Vortrag, in dem er Mitte September in der Bexbacher Waldorfschule das Afrikaprojekt seines Vater vorgestellt habe, sei offenbar ein Funke auf die Schülerinnen und Schüler übergesprungen. "Die Mädchen und Jungen haben Verantwortung übernommen. Sie haben offenbar gespürt, dass auch sie etwas verändern und bewegen können. Nun tragen wir ihnen gegenüber die Verantwortung, die 12 000 Euro sinnvoll zu investieren." Auf jeden Fall solle das Geld Kindern und Jugendlichen aus Bullawayo zugute kommen.

Ein Stück Lebensfreude

"Wahrscheinlich werden wir im Bereich des Krankenhauses einen Spielplatz anlegen und in der Schule einen Klassenraum gestalten", so Oliver Schales. "Von diesem Betrag wollen wir jedenfalls nicht nur Notwendiges anschaffen, sondern auch ein Stück Lebensfreude nach Bullawayo bringen." So ist der Sponsorenlauf der Bexbacher Waldorfschule sicher eines der Highlights aller in diesem Jahr für das Afrikaprojekt gelaufenen Veranstaltungen. "36 waren es bis jetzt. Und bis Weihnachten stehen noch weitere zehn Veranstaltungen auf dem Terminkalender unseres Fördervereins", sagt Oliver Schales. Obwohl dessen erstes großes Ziel - die Not der in und um Bullawayo im Zimbabwe-Distrikt Lupane lebenden Menschen zu lindern - inzwischen erreicht sei und es nun um den Wiederaufbau der Region gehe, gebe es noch viel zu tun. Fertig sind wir noch lange nicht, sage sein Vater, Doktor Hans Schales, erklärte Oliver Schales den Schülern, Lehrern und Eltern.

Quelle: Saarbrücker Zeitung


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