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Nachrichten und Presse
Projekt Astros
10. Klasse der Freien Waldorfschule Bexbach fährt nach Griechenland Unter dem Motto „Projekt Astros – Europa braucht gemeinsame Wege“ fuhren 37 Schüler der Klassenstufe 10 vom 16. 5. - 1. 6. nach Griechenland.
Es war keine Klassenfahrt im üblichen Sinn, sondern die Schüler hatten sich vorgenommen, einen alten Gebirgspfad wieder nutzbar zu machen. Vor zwei Jahren hatte bereits eine 12. Klasse damit begonnen, so waren die Kontakte nach Griechenland zustande gekommen. Jetzt ist der ca. 8 km lange Weg frei geschnitten, außerdem wurde er von der 10. Klasse unter der fachmännischen Leitung von Engelbert Weber vermesen und eine Karte konnte erstellt werden. Markiert mit roten Punkten kann er wieder von Wanderern begangen werden und führt durch ein Gebirgstal von dem Kloster Loukous zu den über 2000-jährigen Ruinen von Elleniko. Die Fahrt wurde im Rahmen der Schüleraktivitäten als Unesco-Projektschule geplant und mit den Partnern in Griechenland durchgeführt. Die Stadt Tripolis stellte kostenlos eine Ferienunterkunft am Strand von Paralio-Astros zur Verfügung, das bot neben der häufig auch körperlich anstrengenden Arbeit gute Möglichkeiten für die Freizeit. Der Bürgermeister von Astros, Stratis Dalianis, sorgte für die notwendigen Kontakte, für die Zukunft wünscht er sich weiterhin einen Austausch mit Bexbach (Aus Bexbach wurde ein Freundschaftsteller mit dem Stadtwappen überbracht, die Grüße wurden durch ein Gastgeschenk an Bürgermeister Heinz Müller erwidert). Unterstützt wurde das Projekt ebenso durch das Forstamt des Distriktes Kynourias und den in Astros ansässigen Rechtsanwalt Nikos Georgas, dessen Engagement die Fahrt erst ermöglichte. Eine Schülermeinung zu der Fahrt: „Das war absolut Spitze, auch wenn es manchmal sehr anstrengend war in der Hitze zu arbeiten. Es war aber auch ein bisschen wie Ferien durch die tolle Umgebung und dadurch, dass die Unterkunft direkt am Meer lag“. Neben der Instandsetzung und Vermessung des Weges wurde auch mit Zeichenblock und Aquarellfarben die Landschaft und die Kultur um den Weg erkundet und in Eindrücken festgehalten. „Ich bin noch nie einen Weg so oft gegangen“, sagt Anna-Lena Guth, „aber man hat im Laufe der Zeit immer mehr entdeckt. Es gibt so viele verschiedene Ausblicke, alte Bauwerke, besondere Pflanzen und Tiere, sogar Schildkröten“. Um die Fahrt überhaupt machen zu können, hatte sich die 10 Klasse mit Betreuungslehrer Joachim Karsten seit mehr als einem Jahr darauf vorbereitet. Fragen zur Geschichte und Religion wurden im Unterricht behandelt, praktische Fragen zur Durchführung mussten geklärt werden und vor allem das Thema Finanzen brauchte eine Lösung. Wie bei der ganzen Fahrt, war auch hier Aktivität gefragt: gute Ideen für die Planung, Verantwortlichkeit, Selbstorganisation und viel Durchhaltevermögen bei der Durchführung. Durch einen regelmäßigen Brezelverkauf an der Schule, Flohmärkte, eine Modenschau mit selbstentworfenen Kreationen, Schulparties und anderen Aktivitäten konnten die Schüler einen Großteil der Fahrtkosten selber aufbringen. Unterstützung kam auch von der Deutsch-griechischen Gesellschaft und der Bexbacher Firma Bär-Brot sowie von den Eltern. „Ich denke, wir können stolz sein, dass wir alles geschafft haben. Es hat sehr viel Spaß gemacht, auch wenn es viel Mühe gekostet hat. Ich würde das sofort noch einmal machen, vielleicht mit einer Erweiterung des Weges“, bringt Anne de Cuveland die Schülermeinung zu dem gelungenen Projekt auf den Punkt.
Quelle:
Höcherberg Nachrichten
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