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Nachrichten und Presse
Kinderarmut, Emanzipation und Hochprozentiges
Waldorf-Schule Bexbach präsentiert Jahresarbeiten der Schüler zu verschiedenen Themen
Ein Jahr haben sie Zeit, ein Thema zu bearbeiten, das ihnen am Herzen liegt. Die Schüler und Schülerinnen der zwölften Klasse der Bexbacher Waldorfschule präsentieren ihre Jahresarbeiten jetzt in einer Ausstellung.
Ein Jahr lang haben sich Schülerinnen und Schüler der zwölften Klasse der Waldorfschule Bexbach mit der Ausarbeitung ihrer Jahresarbeit beschäftigt (wir berichteten). Je nach Neigung und Fähigkeit konnte jeder Schüler seinen Schwerpunkt mit der Themenauswahl und -bearbeitung mehr auf wissenschaftlich-theoretische Fragestellungen, auf Künstlerisches oder auf Praktisches legen. Jetzt präsentierten die Schüler die Ergebnisse ihrer Arbeiten in einer Ausstellung. Zusammen mit dem Klassenspiel „Armer Mörder“ von Pavel Kohout im Herbst vergangenen Jahres bildet die Jahresarbeit den Kern des Waldorfabschlusses nach einer zwölfjährigen Schulzeit, erklärte Lehrer Joachim Karsten. So wurde nach einem persönlichen Anliegen der Schüler gefragt und nach der Fähigkeit, ein selbst gewähltes Thema soweit bearbeiten zu können, bis ein abgerundetes Ergebnis erreicht war. In den sonst üblichen Prüfungen gehe es um den Nachweis klar vorgegebener Kenntnisse und Fähigkeiten, so Karsten. Begleitet wurde jede Arbeit durch einen Tutor.
So können die Jahresarbeiten in gewisser Weise als individuelle Reifeprüfung gesehen werden. Bei dem Gemeinschaftsprojekt „Klassenspiel“ handelte es sich eher um eine soziale Reifeprüfung. Parallel zu diesen Projekten laufen in der zwölften Klasse die Vorbereitungen auf den Realschulabschluss, für viele auch auf das Abitur. So erforderte die Jahresarbeit für die Schüler neben der Bewältigung des regulären Unterrichtes ein hohes Maß an Arbeitseinsatz und Zeitorganisation. Entscheidend sei dabei der Wille, nicht nur das Geforderte zu erledigen, sondern eine eigene Fragestellung konsequent zu verfolgen, meinte Joachim Karsten. Teresa Klemm hatte sich in ihrer Jahresarbeit mit den Tatsachen und Hintergründen der „Kinderarmut in Deutschland“ beschäftigt. Lea Ziegler setzte sich mit „Emanzipation, Feminismus und häusliche Gewalt“ auseinander, einem Thema, das in den Medien eine große Rolle spiele, so die Schülerin. Die Geschichte des Jazz-Bebop und einige seiner Protagonisten, etwa Miles Davis oder Charlie Parker, stand bei Laurenz Karsten im Mittelpunkt seiner Arbeit. Auf großes Interesse stieß Robin Diener mit seiner Destille. Er hatte sich mit der Entstehung, Herstellung, Verarbeitung, Verwendung und den Gefahren des Alkohols beschäftigt. In der Präsentation der Jahresarbeiten stellte auch die achte Klasse einen Teil ihrer Jahresarbeiten zum Thema „Berühmte Persönlichkeiten“ aus. re
Quelle:
Saarbrücker Zeitung, 29.1.2008
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