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Nachrichten und Presse
Misstrauen und Intrigen
"Die Spielverderber" von Michael Ende wird Ende dieses Monats gleich zwei Mal aufgeführt in der Waldorfschule Bexbach.
Bexbach. Mit ihren kulturellen Veranstaltungen hat sich die Bexbacher Waldorfschule längst weit über die Grenzen des Saarpfalz-Kreises hinaus einen guten Namen gemacht. Ende dieses Monats ist es wieder soweit. Dann steht das Stück "Die Spielverderber" oder "Das Erbe der Narren" - eine Commedia Infernale von Michael Ende auf dem Programm.
Die zwölfte Klasse der Waldorfschule führt das Stück am Freitag, 29., und Samstag, 30. Oktober, jeweils um 19 Uhr im Festsaal der Bexbacher Waldorfschule, Parkstraße, auf. Der Eintritt zu dieser öffentlichen Veranstaltung ist frei.
| | | Svenja Gehring (links) und Anna-Lena Guth bei den Proben für das Stück "Die Spielverderber". |
Um was geht es? Zehn sehr unterschiedliche Persönlichkeiten sind in ein Schloss geladen, um das Erbe des verstorbenen Schlossherrn anzutreten, den - wie sich herausstellt - keiner der Geladenen kannte. Nach und nach treffen die Erben in dem Schloss ein und beginnen auf ihre Weise, den Wert des Nachlasses zu taxieren, um sich einen möglichst großen Anteil zu sichern. Damit beginnt eine Spirale des Misstrauens und der Intrige. Bei der Testamentseröffnung wird jedem Erben ein Kuvert überreicht, dessen Inhalt für sich allein keinen Wert darstellt. Erst, wenn alle Geladenen ihre Zettel zusammenlegen, so lautet die Bedingung des Erblassers, kann daraus das Erbe ermittelt werden.
Bei dem Versuch, nur den eigenen Vorteil zu sichern, verstricken sich die Erben immer tiefer. Einzig der alte Butler Anton Buldt, der den Schlossherrn kannte, weiß um die Geheimnisse des Schlosses, das lebendig zu sein scheint und anfängt, immer bedrohlicher auf das Verhalten der Erben zu reagieren. Am Ende ist jede Chance für ein gemeinsames Handeln vertan; die Bedingung des Erblassers bleibt unerfüllt: Das Narrenspiel, wie Michael Ende es nannte, ist endgültig und gründlich verdorben. red
Weitere Informationen zu den Aufführungen gibt es unter Telefon (0 68 26) 32 60, E-Mail: info@waldorfschule-bexbach.de, Internet: www.waldorfschule-bexbach.de
Hintergrund
Michael Ende (1929 bis 1995) avancierte mit Büchern wie "Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer" (1960) und "Die unendliche Geschichte" (1979) zu einem der bedeutendsten und erfolgreichsten deutschsprachigen Vertreter der Kinder- und Jugendliteratur nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Stück "Die Spielverderber" wurde 1967 an den Frankfurter Städtischen Bühnen aufgeführt.
Quelle:
Saarbrücker Zeitung
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