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SOKRATES / COMENIUS Schulpartnerschaften Europa braucht gemeinsame Wege
Seit Jahren spielt in der Freien Waldorfschule Bexbach der Austausch mit anderen Ländern eine wichtige Rolle. Immer wieder gab es einen Schüleraustausch mit Pornichet/Frankreich und Goshen/USA. Durch die Initiative einiger Eltern entstand die Partnerschaft zu einer Waldorfschule in Tschechien – der Waldorfska Skola in Pribram und die derzeitige 13. Klasse der Bexbacher Schule setzt sich für einen Kontakt mit Griechenland ein...
1995 legte die Europäische Union das Aktionsprogramm Sokrates auf, um Projekte im Bildungsbereich über Ländergrenzen hinweg zu fördern. Aufgrund der vorhandenen Kontakte stand für die Schüler, Lehrer und Eltern der Bexbacher Waldorfschule fest: Sie würden sich an einem europäischen Bildungsprojekt beteiligen.
Seit 1998 arbeiten die Waldorfschulen in Bexbach, Pribram/Tschechien und Nijmegen/Niederlande gemeinsam an dem Thema Europa – Kulturelles Erbe, Kultur der Zukunft. Dabei sind Projekte entstanden wie Klingendes Europa - Schüler tauschen untereinander Lieder aus - Innere und äußere Heimat – die Jugendlichen schreiben Gedichte, die sie in einem gemeinsamen Buch veröffentlichen.
Darüber hinaus findet eine Vielzahl von Einzelaktivitäten statt, die den Austausch fördern. So organisierte die 11. Klasse der Bexbacher Waldorfschule eine Ausstellung mit selbst gemalten Bildern, die im Februar 2002 nach Tschechien gebracht wurden. Die selben Schüler hatten in einem Arbeitsprojekt im Riesengebirge ihre Partnerklasse aus Pribram/Tschechien kennen gelernt. Ein Jahr später war es zu einem Wiedersehen in Bexbach gekommen, als die tschechischen Freunde eine Konzert-Tournee unternommen hatten. Mit ihrem zweiten Besuch in Tschechien festigten die Bexbacher Schüler die „gemeinsamen Wege in Europa“.
In den vierten Klassen der drei Partnerschulen haben die Schüler ihre unmittelbare Umgebung erkundet und Heimatkunde betrieben; die Dokumentationen, die dabei entstanden, tauschten sie mit ihren Partnerklassen in den Nachbarländern aus.
Die 10.-Klässler verfassten sehr persönliche Gedichte, in denen sie ihre eigene Lebenssituation, ihre Erwartungen, ihre Ängste und Hoffnungen zum Ausdruck brachten.
So sind Schüler der unterschiedlichsten Altersstufen, Lehrer und Eltern in das Projekt eingebunden - für alle ein spannendes Experiment, das durch regelmäßige Koordinationstreffen, Lehrerpraktika und Besuche begleitet. „Dies ist die beste Art der Völkerverständigung“, schreibt Anselm Belser nach einer Projektfahrt der 12. Klasse der Bexbacher Waldorfschule, bei der die Schüler unter dem Motto „Schüler helfen Schülern“ an der Gestaltung der Innenräume in der Partnerschule Pribram mitgearbeitet und einen Basketball-Platz angelegt haben.
Ohne die Förderung durch EU-Mittel und die ausgezeichnete Unterstützung durch die Nationale Agentur des Sokrates-Programmes könnten diese Projekte nicht durchgeführt werden.
Natürlich bereiten diese Aktionen viel Arbeit und bringen scheinbar „Unordnung“ in den normalen Unterrichtsablauf. Für die Schüler ist es jedoch von größter Wichtigkeit, ihre Kompetenzen für die Zukuft an einem aktiven Austausch zu entwickeln - für eine Zukunft, in der gemeinsame Wege und die Zusammenarbeit in Europa eine immer größere Rolle spielen werden.
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