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Was sind Unesco-Projektschulen?
Die Unesco-Projektschulen bilden ein grenzüberwindendes Netzwerk aller Schulstufen und -arten. Eingebunden in dieses Netzwerk orientieren sie ihr Schulleben innerhalb und außerhalb des Unterrichts in besonderer Weise an den Ideen der internationalen Verständigung und des interkulturellen Lernens. Sie gehen davon aus, dass ein Verständnis anderer Menschen und Kulturen wünschenswert und möglich ist, dass das Verständnis der eigenen Kultur dadurch wächst und dass eine lebenswerte Zukunft in einer friedlichen Welt durch gemeinsames Handeln erreicht werden kann.
Unesco-Projektschulen sind offene Schulen; sie sind offen für neue Ideen und vernachlässigte Themen. Sie nehmen innovative Impulse von Schüler/innen, Lehrer/innen und Eltern auf. Darüber hinaus kooperieren sie nach Möglichkeit mit anderen Schulen und Bildungseinrichtungen, mit Kommunen und interessierten Personen oder Organisationen in der Region. Ihr schulspezifisches Profil entwickeln sie dadurch, dass sie die großen Anliegen der Vereinten Nationen mit ihren Mitteln fördern und unterstützen. Im Bewusstein der einen Welt setzen sie sich ein für eine Kultur des Friedens:
Besondere Arbeitsfelder sind:
die Verwirklichung der Menschenrechte der Umweltschutz die Völkerverständigung und der kulturelle Austausch sowie die Armutsbekämpfung.
Dazu entfalten die Unesco-Projektschulen lokale Aktivitäten nach dem Grundsatz „Global denken – lokal handeln“. Sie eröffnen in Ergänzung und Erweiterung des regulären Unterrichtes Erlebnis- und Erfahrungsräume und entwickeln Handlungskonzepte im Sinne der genannten Zielsetzungen.
Am internationalen Netzwerk beteiligen sich Unesco-Projektschulen, indem sie
Verbindungen herstellen (z.B. durch Fächerübergreifenden Unterricht, Schulpartnerschaften, Brief- und elektronische Kontakte; Beteiligung an interregionalen Unesco-Projekten) und Begegnungen ermöglichen (bei Projekten, Schulfesten, Austauschprogrammen mit Schüler/innen und Lehrer/innen; Jahres- und Regionaltagungen, Seminaren, Camps).
Die Unesco (Abkürzung für United Nations Educational, Scientific and Cultural Organisation) ist eine Unterorganisation der Vereinten Nationen (UNO) mit dem Aufgabenfeld Erziehung, Wissenschaft und Kultur. Das internationale Büro der Unesco befindet sich in Paris, das deutsche Büro hat seinen Sitz in Bonn. Zu den 183 Mitgliedsstaaten der Unesco gehört seit 1951 auch die BRD.
Ziel der Unesco ist es, die internationale Zusammenarbeit in den Gebieten zu fördern. Das Netzwerk umfasst rund 6.000 Bildungseinrichtungen, darunter sind 3.000 Projektschulen, in Deutschland gibt es 120 solcher Schulen, davon sind 5 im Saarland. Bisher gehören nur zwei Freie Waldorfschulen zum Netzwerk.
Wir versprechen uns als Freie Waldorfschule von der aktiven Teilnahme am Unesco-Netzwerk:
einen regen Austausch mit unterschiedlichsten Schultypen, vielfältige Begegnungsmöglichkeiten über Grenzen hinweg, Austausch über aktuelle Zeit- und pädagogische Fragen, und Anregung der Schüler/innen untereinander.
Außerdem sind wir davon überzeugt, auch unsererseits Vieles beitragen zu können, denn unsere Eigenart als Waldorfschule ist nicht nur akzeptiert, sondern geradezu erwünscht. Der Waldorfschul-Lehrplan bietet viele Ansätze, um auf unsere Weise auf die Anliegen der Unesco einzugehen. Sind doch diese Anliegen solche, denen wir aus vollem Herzen zustimmen können und die wir als zeitnotwendig anerkennen.
Indem wir uns hineinstellen in das weltweite Netzwerk der Unesco können wir als Schüler-Eltern-Lehrergemeinschaft an den aktuellen Zeitfragen den intensivsten Anteil nehmen. Im gemeinsamen Hinblicken und aktiven Teilhaben an den Problemen der Zeit glauben wir der Schule neue Impulse geben und das Schulleben befeuern zu können.
Gerd Neukirch
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