|
|
|
 |
|
| |
Verleihung der Anerkennungsurkunde Am 6. Oktober 2006 war es endlich soweit, die oft schon angekündigte Anerkennung als Unesco-Projektschule wurde endlich vollzogen. Zu diesem Zweck war eigens der Bundeskoordinator der deutschen Unesco-Projektschulen Dr. Karl-Heinz Köhler aus Bonn angereist, um die lange vorliegende Urkunde zu überreichen. Damit war die offizielle Aufnahme ins internationale Netzwerk der Unesco-Projektschulen (Associated Schools Project Network, ASPnet) vollzogen. Hier finden Sie einen Artikel von Gerd Neukirch über die "Verleihung der Anerkennungsurkunde".
Aktion Freundschaftsfahnen Hier finden Sie einen kleinen Bericht und viele Bilder von der Unesco-Aktion "Freundschaftsfahnen", mit der die Waldorfschule in Zusammenarbeit mit Schulen der Bexbacher Partnerstädte einen Verkehrskreisel am Ortseingang gestaltet hat.
Projekttag 2005 Hier finden Sie keinen kurzen Bericht und einige Fotos von dem Projekttag der saarländischen Unescoprojektschulen in Dillingen.
UNESCO-Auszeichnung Hier finden Sie einen Pressebericht über den "Good Practice" Preis, den die Waldorfschule für verschiedene Waldprojekte von der Unesco erhalten hat.
Wald – Wasser – Feuer eine Schulinitiative für Umweltschutz und Landschaftspflege - prämiert im Wettbewerb „good practice“
Seit Jahren bilden ein aktiver Umgang mit der Natur, ökologische Fragestellungen und Umweltprojekte einen wesentlichen Bestandteil im Schulkonzept der Freien Waldorfschule Saar-Pfalz in Bexbach. Hintergrund ist die Überzeugung, dass eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung als innerer Reifungsprozess die intensive Begegnung und zunehmend auch verantwortliche Auseinandersetzung mit dem Lebensumfeld bedingt. Mit der Entscheidung im Netzwerk der Unesco- Projektschulen mitzuarbeiten kamen neue Ideen und Projekte dazu, vor allem wurden sie aber stärker gebündelt, ausgewertet und dokumentiert.
Eingebunden in die Projektwoche der Oberstufe zum Unesco- Jahresthema „Wasser“ führten die Schüler/innen der Klassen 4, 7 sowie der Klassen 9 – 12 verschiedenen Projekte durch, die als Beitrag für den Wettbewerb „good practice“ eingereicht wurden:
Projekt Erlenbrunnen Projekt Bauernwald Projekt Fließgewässer Insgesamt waren 92 Schüler und Schülerinnen beteiligt, 6 Lehrer und mehrere Eltern. Der Revierförster Winfried Lappel vom Forstamt Neunkirchen gab die inhaltlichen Anregungen, die Durchführung betreute er mit seinen Mitarbeitern. Unterstützung kam auch von weiteren Institutionen wie der Stadtverwaltung, dem Heimatverein und dem Entsorgungs- und Abwasserverband Saar.
PROJEKT BAUERNWALD Als Schule in ländlicher Umgebung aber mit massiven Spuren der industriellen Vergangenheit liegen viele Möglichkeiten und Aufforderungen unmittelbar vor der Haustür. Unmittelbar in Schulnähe befindet sich ein Waldstück, der Bauernwald. Angrenzend an die alte Bergehalde, an eine Parkanlage und an den Sportflugplatz von Bexbach ist es ein Naherholungsgebiet im Besitz der Stadt und in forstlicher Verantwortung der Stadt Homburg. Die finanzielle Situation der öffentlichen Träger macht es kaum möglich, eine ausreichende Waldpflege durchzuführen und darüber hinaus auch den Freizeitwert des Gebietes zu verbessern. Früher angelegte Einrichtungen wie Sitzbänke und der „Gänseweiher“ sind inzwischen sehr verkommen.
Ziele des Projektes waren:
Auseinandersetzung mit den Thema Wald Umgang mit dem Rohstoff Holz als Energieträger Aktiver Einsatz und Verantwortung für den Umweltschutz vor Ort
Das Projekt Bauernwald wurde über eine Woche ganztägig durchgeführt. Darüber hinaus wurden seit längerer Zeit regelmäßig kleinere Ausflüge und Aktionen organisiert, in denen die Schüler/innen der Klassen 1 – 5 spielerisch den Lebensraum Wald erkunden und erste Maßnahmen zum Naturschutz durchführten: z.B. Anlage von Mulmhaufen für Kleintiere, Bau von Nistkästen, Einzäunung von Schutzzonen zur Waldverjüngung, Eicheln pflanzen, regelmäßiges Einsammeln von Müll, Fährtensuche usw.
Die 7. Klasse führte das Projekt als Forstpraktikum durch. Neben der täglichen Arbeit im Wald wurden Arbeitsberichte verfasst und jede/r Schüler/in arbeitete einen frei gewählten Themenschwerpunkt schriftlich aus: z.B. Bäume des Waldes, Holzgewinnung, Pilze, Tiere des Waldes: Reh, Wolf, Eichhörnchen, Wildschwein, Vögel, Ameisen etc. Die 4. Klasse wurde in dem Waldprojekt von der Klassenlehrerin und mehreren Eltern betreut. Altersspezifisch wurden die Schwerpunkte für die beiden Klassen unterschiedlich gesetzt: Für die 4. Klasse lag das Gewicht auf der unmittelbaren Tätigkeit, für die 7. Klasse kam dazu auch die anfängliche, bewusste Erfassung ökologischer Zusammenhänge. Ausgeführte Arbeiten:
Ausräumung des Gänseweihers (durch fortwährenden Laubeintrag und dadurch entstandene Faulprozesse ist das Gewässer „umgekippt“) – die Maßnahme ist noch nicht abgeschlossen und wird fortgesetzt. Durchforstung eines Fichtenbestandes und Freischlagen von „Verjüngungsflächen“ zur Entwicklung eines natürlichen Waldbestandes. Auslichten eines Waldstückes, in dem sich nach Sturmschäden ein Birkendickicht gebildet hat. Maßgabe war dabei jeweils, möglichst viele verschiedene Baumarten zu fördern und einen ökologisch wertvollen Mischbestand heranzuziehen. Entfernung von Altholz, Aufarbeitung der gefällten Bäume und aufsetzen als Brennholz. Aufschichten der Zweige zu Haufen, um Vögeln und Kleintieren Rückzugsmöglichkeiten zu bieten. Als Abschluss war geplant, das gewonnene Brennholz in einem Meiler zu Holzkohle zu „brennen“, durch die überraschende Absage des Köhlers war dies jedoch leider nicht möglich. So wurde das Brennholz an der Schule an die Eltern verkauft, z. T. auch als „Schwedenfackeln“ angeboten.
Die Erfahrungen waren außerordentlich positiv, der Einsatz der Schüler sehr engagiert. Neben dem körperlichen Einsatz, Ausdauer und Umsicht bei den verschiedenen Tätigkeiten spielte vor allem die Zusammenarbeit im Team eine wichtige Rolle. Selbständigkeit und Eigenverantwortung wurden gefordert und gefördert.
Über die konkrete Tätigkeit wird Bewusstsein und Verantwortung für ökologische Zusammenhänge altersgemäß angelegt und gefördert. Wichtig sind sowohl die Reflexion der ausgeführten Arbeiten und der dabei gewonnenen Erfahrungen, wie auch der Freiraum, um ein persönlich ausgewähltes Thema zu bearbeiten. Eine besondere Rolle spielte dabei auch die Begegnung mit der beruflichen Realität und Kompetenz von Fachleuten durch die Zusammenarbeit mit dem Forstamt. Positive Resonanz der Öffentlichkeit (z. B. Kommentare von Spaziergängern, Bericht in der Zeitung) bestärkt die Schüler in ihrem Engagement. Für die nächste 7. Klasse ist wieder ein Forstpraktikum geplant.
PROJEKT ERLENBRUNNEN Der Erlenbrunnen ist ein gerne besuchtes Ziel im stadtnahen Erholungsgebiet der Stadt Neunkirchen. Die Quelle dort ist schon lange gefasst, später wurde eine Wassertretanlage eingerichtet. Durch die Verbauung wurde das Biotop nachhaltig gestört, der inzwischen desolate Zustand machte eine Sanierung dringend erforderlich. Im „Projekt Erlenbrunnen“ sollte eine Verbesserung der Situation erreicht werden, dabei wurden vor allem zwei Ziele verfolgt:
Denaturierung, Verbesserungen zur Entwicklung des Biotops am Erlenbrunnen. Umgestaltung der Anlage, wobei ein Erlebnis des Lebenselementes Wasser für die Besucher im Vordergrund stehen soll. Durchführung:
Im Rahmen der Projektwoche und daran anschließend als freiwillige Aktion führten Schüler der Klassen 9, 10, und 12 das Projekt durch. (Teilnehmerzahl: 12)
Untersuchung von verschiedenen Quellen in der näheren Umgebung zur Sensibilisierung für deren geologische, ökologische und ästhetisch-kulturelle Besonderheiten. Erstellung eines Konzeptes zur Sanierung des Erlenbrunnens. Abriss der alten, desolaten Wassertretanlage, Abtransport des Schuttes. Neufassung der Quelle mit einer Trockenmauer aus ortstypischem Sandstein, Umgestaltung des Quellhanges durch Aufschüttung. Reinigung des Teiches bei der Quelle, Gestaltung des Ablaufes um zum Spielen mit Wasser anzuregen. Ergebnis:
Den Austritt der Quelle bildet jetzt ein alter Rinnstein aus Sandstein, gefasst von zwei Steinblöcken, die in der alten Anlage verbaut waren. So kann weiterhin Trinkwasser entnommen werden. Daneben wurde ein weiterer natürlicher Quellaustritt freigelegt. Ein plastisch bearbeiteter Stein mit einem Strömungsmotiv bildet den Schlussstein über der Quelle. Die Sandsteinmauer folgt dem ursprünglichen Hangprofil als Schwingung und nimmt dabei auf die Situation der Quellen Rücksicht. Durch Aufschüttungen wurde der massive Eingriff in den Hang, der durch den Bau der der Kneippanlage entstanden war, abgemildert.
Erfahrungen:
Sehr großes Engagement der Schüler durch die konkrete Forderung des Projektes und das Aufbrechen der „normalen“ Unterrichtssituation Sensibilisierung für die Qualität der Landschaftsgestaltung und Umweltschutz Sensibilisierung für das Thema Wasser fruchtbare Zusammenarbeit mit den lokalen Institutionen/ Vereinen positive Resonanz in der Öffentlichkeit
PROJEKT FLIESSGEWÄSSER Das Projekt wurde im Rahmen der Projektwoche klassenübergreifend mit Schüler/innen der Klassen 9 bis 12 durchgeführt. Ziel war es,
die Qualität verschiedener Fliessgewässer zu untersuchen, in die entsprechenden Analysemethoden einzuführen, eine vergleichende Interpretation vorzunehmen. Durchführung:
Die Projektwoche begann für alle Schüler mit einem Vortrag von Herrn Adam Schmidt (AVS/Abwasserverband - Saar) über den Weltwasserhaushalt. Die Gruppe stellte sich die Aufgabe, Wasserproben chemisch zu untersuchen. Dazu wurde an verschiedenen Stellen von drei Flüssen (Bächen), die in der Nähe der Schule liegen, Proben entnommen und auf verschiedene Parameter hin untersucht. Außerdem wurden Wasserproben von drei Quellen, die von der Projektgruppe Erlenbrunnen entnommen worden waren, untersucht. Die untersuchten Parameter wurden als Ergebnis in einer Tabelle zusammengestellt. Über die Bedeutung der Parameter hatten sich einzelne Schüler informiert und referierten dies vor der Arbeitsgruppe. Über den Entsorgungsverband - Saar wurde die Kläranlage Wellesweiler besichtigt. So war es möglich ein konkretes Verständnis für die Bedingungen und Problematiken der Abwasserklärung zu gewinnen. Abschließend stellte die Projektgruppe ihre Erfahrungen und Ergebnisse vor dem Oberstufenplenum dar.
Rückblick:
Die gemachten Erfahrungen, insbesondere aber auch die Auszeichnung durch den Wettbewerb „good practice“ bestärken darin, den begonnenen Weg fortzusetzen. Das betrifft die Schüler genauso wie die Lehrer und die Schule als Ganzes. Vor allem die konkrete Tätigkeit bewirkt in der Erziehung Nachhaltigkeit. Persönliches Engagement schafft die Voraussetzung für spätere Verantwortungsfähigkeit.
Als weitere, regelmäßig durchgeführte Aktivitäten mit ökologischem Schwerpunkt finden statt:
Feldbauepoche der 3. Klasse: Auf einem „Schulacker“ wird vom Pflügen über die Aussaat bis zur Ernte der Anbau von Getreide durchgeführt. Anschließend wird das Getreide gedroschen, gemahlen und im Holzofen auf dem Schulhof zu Brot verbacken. Die 4. Klasse pflanzt und erntet auf dem Schulacker Kartoffeln. Es werden auch Blumen für den Schmuck der Schule, besonders für die Einschulung der 1. Klasse gezogen. Im Werkunterricht der 5. Klasse werden Nistkästen für Vögel, Nisthilfen für Wildbienen, Futterglocken für die Winterfütterung von Vögeln u. ä. gebaut. Für die Klassen 6 bis 8 findet ein regelmäßiger Gartenbauunterricht im eigenen Schulgarten und Gewächshaus statt. So können im Frühjahr selbstgezogene Gemüsepflänzlinge, später verschiedene erntefrische Gemüsearten angeboten werden. Im Herbst wird Apfelsaft gepresst und in Flaschen abgefüllt. Als Winterarbeit werden inhaltliche Themen erarbeitet, Adventskränze gebunden und Bienenwachskerzen gezogen.
Die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse absolvieren ein zweiwöchiges Landwirtschaftspraktikum auf verschiedenen biologischen Bauernhöfen. Sie arbeiten in allen Bereichen mit und erhalten Einblicke in die Viehhaltung, Feldarbeit, Veredelung und Vermarktung. In der 10. Klasse werden die Theoretischen Grundlagen der Obstbaumveredelung erarbeitet und Veredelungen mit verschiedenen Obstsorten durchgeführt. Joachim Karsten, Projektkoordinator
Sie rannten für einen guten Zweck (Quelle: Saarbrücker Zeitung)
Die Bexbacher Waldorfschule spendete aus Sponsorenlauf 12 000 Euro für Afrika-Projekt von Dr. Hans Schales Eltern, Schüler und Lehrer der Waldorfschule liefen viele Runden, und der Lohn für ihre Anstrengungen waren 12 000 Euro, die sie nun Dr. Hans Schales für sein Projekt in Afrika übergeben konnten.
Bexbach (id). "Das Projekt war gigantisch gut", lobte Oliver Schales, Lehrer am Homburger Johanneum, den Ende vergangenen September von und an der Freien Waldorfschule Saarpfalz Bexbach organisierten und durchgeführten Sponsorenlauf. Etwa 300 Schüler, Lehrer und Eltern rannten, gingen oder spazierten im Rahmen dieser Veranstaltung für einen guten Zweck. Ihre Aufgabe und ihr Ziel war es dabei, innerhalb von 45 Minuten möglichst viele 150- oder 300-Meter-Runden auf dem und um das Gelände der Schule herum zurückzulegen.
Pro Runde wurde gezahlt
Belohnt wurden sie dafür am Ende mit einem zwischen den Läufern und ihren frei gewählten Sponsoren zuvor festgelegten Cent- beziehungsweise Euro-Betrag pro Runde. Als Kontrolle für die zurückgelegten Runden und damit für den auszuzahlenden Betrag gab es pro 150 beziehungsweise 300 Meter einen Stempel.
Knapp zwei Monate nach dem Sponsorenlauf ging nun noch einmal ein von weit her angereister Läufer an den Start. Für Doktor Hans Schales - Gynäkologe im Ruhestand und früherer Chefarzt der Dudweiler St. Josef-Klinik, Initiator eines Afrika-Hilfsprojektes und im Rahmen dessen seit zwei Jahren am St. Lukes Hospital in Bullawayo in Zimbabwe tätig - war die Runde durch den Festsaal der Schule jedoch mehr eine symbolische. Zwar bekam auch er einen Stempel. Der Betrag, der ihm dafür im Rahmen der Monatsfeier von seinen Sponsoren - den Schülern, Lehrern und Eltern der Bexbacher Waldorfschule - in Form eines riesengroßen Schecks durch Gerd Neukirch, Lehrer an der Schule, ausgehändigt wurde, sprengte jedoch offensichtlich all seine Erwartungen.
"12 000 Euro, das ist, vom Erlös ganz großer für das Afrikaprojekt organisierter Veranstaltungen abgesehen, die bislang größte Summe, die meinem Vater überreicht wurden", sagte Oliver Schales. Hans Schales war so gerührt, dass er weinte. Auch sein Sohn war von der bemerkenswerten Aktion und dem Ergebnis "absolut beeindruckt". Nach seinem Vortrag, in dem er Mitte September in der Bexbacher Waldorfschule das Afrikaprojekt seines Vater vorgestellt habe, sei offenbar ein Funke auf die Schülerinnen und Schüler übergesprungen. "Die Mädchen und Jungen haben Verantwortung übernommen. Sie haben offenbar gespürt, dass auch sie etwas verändern und bewegen können. Nun tragen wir ihnen gegenüber die Verantwortung, die 12 000 Euro sinnvoll zu investieren." Auf jeden Fall solle das Geld Kindern und Jugendlichen aus Bullawayo zugute kommen.
Ein Stück Lebensfreude
"Wahrscheinlich werden wir im Bereich des Krankenhauses einen Spielplatz anlegen und in der Schule einen Klassenraum gestalten", so Oliver Schales. "Von diesem Betrag wollen wir jedenfalls nicht nur Notwendiges anschaffen, sondern auch ein Stück Lebensfreude nach Bullawayo bringen." So ist der Sponsorenlauf der Bexbacher Waldorfschule sicher eines der Highlights aller in diesem Jahr für das Afrikaprojekt gelaufenen Veranstaltungen. "36 waren es bis jetzt. Und bis Weihnachten stehen noch weitere zehn Veranstaltungen auf dem Terminkalender unseres Fördervereins", sagt Oliver Schales. Obwohl dessen erstes großes Ziel - die Not der in und um Bullawayo im Zimbabwe-Distrikt Lupane lebenden Menschen zu lindern - inzwischen erreicht sei und es nun um den Wiederaufbau der Region gehe, gebe es noch viel zu tun. Fertig sind wir noch lange nicht, sage sein Vater, Doktor Hans Schales, erklärte Oliver Schales den Schülern, Lehrern und Eltern.
Autor: Wolfgang Kappler
Waldorfschule gestaltet Kreisel Für den Geschmack vieler Autofahrer, die dieser Tage durch den neuen Kreisel in der Poststraße fuhren, waren die Bauarbeiter schlichtweg zu jung. Und dennoch bewiesen die Jugendlichen, dass sie anpacken können.
Das Resultat ist jetzt zu bestaunen. Schüler der Freien Waldorfschule Bexbach hatten im Rahmen eines Schulprojektes unter Leitung ihres Lehrers Joachim Karsten ein Gestaltungskonzept für den Kreisel erarbeitet und waren dabei bereit, auch Hand anzulegen. Dazu opferten die Schüler sogar einen Teil ihrer Ferien.
Das von der Stadt Bexbach gut geheißene Konzept sieht vor, die Kreiselfläche als eine Art offene Bühne zu gestalten, die die Möglichkeit zu wechselnden Installationen bietet. Das kann zum Beispiel ein Weihnachtsbaum in der Adventszeit sein, es können aber auch Skulpturen aus dem Kunstunterricht der Schüler dort Platz finden.
Die Bodenfläche soll eine blühende Gründüngung aus Lupinien bekommen als Grundlage für heimische Blumen wie Lichtnelken, Margariten und Glockenblumen. „Bexbach – eine blühende Stadt“ soll der Kreisel auswärtigen Gästen signalisieren. Eingefasst wurde der Kreisel mit einer Sandsteinmauer. Das Material ist heimischer Sandstein und stammt aus dem Abriss einer eingebrochenen Friedhofsmauer. Ein Kies-Schotter-Bett trennt die Mauer vom Asphalt. Drei Zufahrten hat der Kreisel, drei Partnerstädte hat Bexbach. Die Idee lag also nahe, mit der Kreiselgestaltung auf die langjährigen Städtepartnerschaften hinzuweisen: Amerikanische Eiche steht für Goshen, ein Sandsteinbrocken für Edenkoben und eine Granitwelle für Pornichet. Ihre Bemühungen wollen die Schüler der Waldorfschule als Verbundenheit mit der Stadt Bexbach verstanden wissen. Denn als Zugereiste ist ihnen daran gelegen, sich aktiv in das Leben der Stadt einzubringen.
Quelle: Höcherberg Nachrichten
Experiment der Verständigung 50 Jahre Unesco-Schulen: Jubiläumstagung in Saarbrücken
Saarbrücken (lö). Frieden in der Welt und Chancengleichheit für alle Menschen. Das haben sich die 155 deutschen Unesco-Projektschulen im internationalen Schulnetz der rund 7000 Schulen weltweit bereits seit 50 Jahren auf ihre Fahnen geschrieben.
Unter dem Titel "Miteinander leben - miteinander lernen - Grenzen überwinden" tagen in Saarbrücken zum 50-jährigen Bestehen noch bis Mittwoch, 17. September, Vertreter der 155 deutschen Unesco-Projektschulen, der Kultusministerien, Fortbildungsinstituten und Repräsentanten des weltweiten Unesco-Schulnetzes. Im Saarland gehören die Freie Waldorfschule Saarpfalz in Bexbach, die Integrierte Gesamtschule in Dillingen, das Illtal-Gymnasium in Illingen, die Grundschule Bachstraße in Neunkirchen und die Erweiterte Realschule am Ludwigspark in Saarbrücken und das Leibniz-Gymnasium in St. Ingbert zum Unesco-Netzwerk. Diese 38. Jahrestagung wird in Kooperation mit der Bundeszentrale und der saarländischen Landeszentrale für politische Bildung veranstaltet. Erfahrungen mit Projekten aus anderen Ländern und Erdteilen und neue Strategien zur Weiterentwicklung der Ansätze stehen im Zentrum der Jahrestagung im Jubiläumsjahr.
Systematische Ausgrenzung bestimme auch im Zeitalter der Globalisierung noch häufig das Verhältnis zwischen den Menschen oder Staaten, Völkern und Kulturen, führte Kultusminister Jürgen Schreier als Schirmherr der Veranstaltung anlässlich des Festaktes "50 Jahre Unesco-Projektschulen" im VHS-Zentrum Saarbrücken aus. Beispielhaft wirkten dem die Unesco-Projekte dieser Situation in multikulturellen Schulen oder in Projekten mit Schülern aus anderen Ländern entgegen. Die Unesco-Schulen leisteten einen wichtigen Beitrag zu einer zukunftsweisenden Schulentwicklung. "Die saarländische Landesregierung setzt sich nachdrücklich dafür ein, dass die Unesco-Empfehlungen über die Erziehung zur internationalen Verständigung und zur Wahrung der Menschenrechte in den Schulen fortgesetzt werden." Minister Schreier verwies auf das Fortbildungsprogramm des Landesinstituts für Pädagogik und Medien (LPM) und neu entwickelte Lehrpläne sowie Initiativen zu Gewaltprävention.
Stadtverbandspräsident Michael Burkert wiederum betonte, dass die Erweiterte Realschule Ludwigspark seit vielen Jahren partnerschaftliche Kontakte zu einer Schule in Weißrussland unterhält, die noch immer unter der Tschernobyl-Katastrophe leidet. "Das ist ein konkretes Beispiel, wie die Unesco-Projektschulen ihrer Selbstverpflichtung zu Friedenserziehung nachkommen."
"Unesco - das lässt einen niemals los." Mit diesen Worten übergab die bisherige Bundeskoordinatorin der Unesco-Projekt-Schulen aus Baden-Württemberg, Eva-Maria Hartmann, das Staffelholz an ihren Nachfolger aus Bayern, Karl-Heinz Köhler. Vor rund 200 Gästen, unter anderem aus Luxemburg, Österreich und Bulgarien, ging der neue Bundeskoordinator auf die Geburtsstunde des Unesco-Schulnetzes 1953 in Paris ein. Damals sei das Schulnetz als Experiment beschlossen worden. "Der Geist des Experimentierens prägt das Netzwerk auch in Zukunft. Wir hoffen, dass diese Erfolgsgeschichte fortgesetzt und verbessert werden kann." Hartmann überreichte dem Saar-Koordinator der Unesco-Schulen, Alexander Haas, für die Sekundarstufe der Unesco-Schulen entwickelte "Agenda-21-Boxen" mit Unterrichtsmaterialien zu den Themen Bauen und Wohnen, Mobilität, Ernährung und Landwirtschaft.
Quelle: Saarbrücken Zeitung
|
|
|
|
|
|
 |