|
|
|
 |
|
| |
Die Klassen 1 und 2 Während der ersten Schulwochen wird die Klasse ausschließlich von ihrem Klassenlehrer oder ihrer Klassenlehrerin geführt. Der Unterricht beginnt mit einem rhythmischen Teil, in dem die Kinder kleine Verse und Gedichte sprechen und Lieder singen. Daneben lernen sie mit Hilfe von rhythmischen Geschicklichkeitsübungen ihre Arme und Beine besser zu beherrschen.
Nachdem auf diese Weise alle Kinder auch innerlich im Klassenzimmer angekommen sind, beginnt die Arbeit am Unterrichtsstoff der jeweiligen Epoche, Rechnen, Schreiben, Lesen oder Formenzeichnen.
20 Minuten vor Beginn der großen Pause packen die Kinder ihre Arbeitsmaterialien in die Ranzen und frühstücken gemeinsam im Klassenraum.
Die große Pause verbringen sie im Freien auf einem nur für sie bestimmten Teil des Schulgeländes. Der Klassenlehrer bleibt in ihrer Nähe, um den Kindern bei kleinen Nöten zu helfen oder aufkommende Streitigkeiten zu schlichten. Die Kinder scharen sich vor allem um das große Sprungseil, an dem Jungen und Mädchen unermüdlich üben.
In der nachfolgenden Stunden fasst die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer zusammen, was die Kinder am Vormittag gelernt haben und bespricht die Hausaufgabe. Dann wird der Unterrichtsmorgen mit einer langen Geschichte beendet; oftmals bleibt auch noch genügend Raum für ein gemeinsames Spiel.
Sobald sich die Kinder ein wenig an den Schulbetrieb gewöhnt haben, kommt nach und nach der Fachunterricht hinzu, sodass die Schüler schließlich jeden Tag bis 12.35 Uhr Unterricht haben. Dabei legt das Lehrerkollegium bei der Stundenplangestaltung größten Wert auf Regelmäßigkeit, damit die Erstklässler sich leicht orientieren können. So haben die Kinder jeden Tag zur gleichen Zeit Fremdsprachenunterricht – zum Beispiel immer nach der großen Pause. Danach haben sie an drei aufeinanderfolgenden Tagen Handarbeit. Die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer begleitet die Erstklässler in allen Fachunterrichten, tritt dabei aber gegenüber dem Fachlehrer in den Hintergrund.
Auf diese Weise gestaltet sich ein Schulvormittag für die Kinder überschaubar. Der Tagesablauf zersplittert nicht in unzählige, scheinbar zusammenhanglose Einzelheiten; die Kinder erfahren Geborgenheit und Beständigkeit, aus der heraus sich Lebenssicherheit entwickeln kann.
So eng ist die Verbindung des Klassenlehrers mit seiner Klasse in den ersten beiden Schuljahren. Auch in der dritten Klasse wird die regelmäßige Stundenplangestaltung beibehalten und es ist noch immer der Klassenlehrer, der den Unterrichtsvormittag beginnt und beendet. Dem Bedürfnis der Drittklässler nach mehr Selbstständigkeit entspricht es, dass die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer im Fachunterricht nun nicht mehr dabei ist.
|
|
|
|
|
|
 |