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Die Architektur Waldorfschulen sind besondere architektonische Gebilde. Die meisten Menschen nehmen das einfach hin, ohne darüber nachzudenken. Vielen gefällt, was sie auf Abbildungen oder in der Realität sehen. Andere erkennen in den organischen Bauformen einen Ausdruck für die besondere pädagogische Prägung dieser Schulen.
Unabhängig von allen künstlerisch-architektonischen Fragen gibt es eine Wechselwirkung zwischen Form und Inhalt.
Viele Formen sind aus der praktischen Erfahrung entstanden: Ein langer, gerader Gang bringt Kinder fast zwangsläufig zum Losrennen und Toben, Gänge mit hallender Akustik fordern Schüler geradezu zum Schreien auf. Die organische Bauform der Waldorfschulen stellt dagegen eine hilfreiche Unterstützung der Pädagogik dar.
Den Architekten steht bei der Planung und während der Bauzeit ein "Baukreis" zur Seite. In diesem arbeiten fachlich kompetente Menschen aus der Elternschaft mit Lehrern eng zusammen. Das Ergebnis zeigt sich immer auch auf der Kostenseite: die aufwändige Architektur einer Waldorfschule ist nicht zwangsläufig auch teuer, der Vergleichspreis je Quadratmeter Nutzfläche lag bei unserer Schule sogar deutlich unter den Kosten eines Normgebäudes.
Die aktive Mitarbeit von Eltern, Lehrern und Schülern bei Innenausbau und -gestaltung der Gebäude bringt einen erstaunlichen Nebeneffekt mit sich: Gäste sind immer wieder vom Pflegezustand unserer Schule überrascht – Schmierereien und Zerstörungswut finden keinen Platz, wo sich die Schülerinnen und Schüler aktiv mit den Gebäuden verbinden.
Die Architekten unserer Gebäude: Kleines Schulhaus: Carsten Waltjen, Frankfurt Großes Schulhaus: Carsten Waltjen, Frankfurt, Bauleitung Dieter Lothschütz, Saarbrücken Kindergarten: Dieter Lothschütz, Saarbrücken
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