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Lehrer


Waldorfschulen nennen sich „Freie Schulen“, weil sie sich selbst verwalten.




Für den Gesamtorganismus „Freie Schule“, bildet das Lehrerkollegium die entscheidende Grundlage. Waldorfschulen sind nicht nach dem hierarchischen Prinzip aufgebaut - sie haben keinen Direktor. Die Lehrerinnen und Lehrer der Schule übernehmen neben ihrer pädagogischen Tätigkeit gemeinsam auch die Schulleitungsaufgaben. Sie kommen niemals in die Lage, etwas ausführen zu müssen, was ihnen aufgetragen worden ist; deshalb können sie sich den Schulbelangen gegenüber nie passiv verhalten. Waldorflehrerinnen und -lehrer stehen sowohl in der pädagogischen als auch in der verwaltungstechnischen Verantwortung.




Die Form der selbstverwalteten Schule hat sich aus der Frage heraus entwickelt: Wie findet eine Gemeinschaft zu ihren Entschlüssen?

Wo eine Gemeinschaft sich ein hohes Ziel steckt, kann sie es am ehesten erreichen, wenn Entschlüsse einmütig gefasst werden. In einer großen Gruppe zu einem einmütigen Beschluss zu kommen, gestaltet sich aber meist sehr schwierig. In den wöchentlichen Konferenzen an der Waldorfschule erarbeiten sich die Lehrerinnen und Lehrer deshalb in beständiger Übung eine ganz besondere Gesprächskultur: Dabei kommt es vor allem darauf an, dass die einzelnen Konferenzteilnehmer nicht starr an ihren eigenen Standpunkten festhalten, sondern dass sie die Fähigkeit ausbilden, ihre Gedanken in der Begegnung mit den Gedanken anderer Konferenzteilnehmer in eine gemeinsame Bewegung zu bringen.




Um möglichst effizient arbeiten zu können, delegiert die Gemeinschaft aber auch Aufgaben an Arbeitsgruppen oder einzelne Lehrer, Mütter oder Väter.

Neben der pädagogischen Arbeit und den Verwaltungsaufgaben, die das Kollegium wahrnimmt, arbeiten die Waldorflehrerinnen und -lehrer in den wöchentlichen Konferenzen außerdem fortlaufend an den Grundlagen der Waldorfpädagogik und an einem weiterführenden Schulkonzept. In all diesen Bereichen hat sich die Mitarbeit von Elternvertretern als notwendig und fruchtbar erwiesen.

Die Selbstverwaltung der Bexbacher Waldorfschule finden Sie hier dargestellt in einem Organigramm.




Klassenlehrer unterrichten ihre Klasse (1-8) während des Hauptunterrichts in den Fächern Schreiben, Lesen und Rechnen, Heimatkunde, Deutsch und Geschichte, Singen und Flöten, Mathematik und Geometrie, Malen und Zeichnen, Erdkunde, Biologie, Physik und Chemie.
In den ersten beiden Schulstunden unterrichten sie die einzelnen Stoffgebiete in Form von Epochen über mehrere Wochen hinweg.

Viele Klassenlehrer bereiten sich während der Ferien in speziellen Seminaren auf den Unterricht vor und ziehen, wenn notwendig, Fachlehrer zum Unterricht hinzu.

Nach dem Hauptunterricht übernehmen Fachlehrer den Unterricht in Fremdsprachen, Sport, Eurythmie, Musik, Religion und in den handwerklichen Fächern.


 
 

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Freie Waldorfschule Saar-Pfalz, Bexbach
Parkstraße, 66450 Bexbach
info@waldorfschule-bexbach.de