Verabschiedung der 12. Klasse 

 

 

Feierliche Zeugnisübergabe - Ausstellung mit Plastiken und Bildern  – Gemeinsames Grillen

Nach bestandenem mittleren Bildungsabschluss fand am Freitag, den 9. Juli 2021, die Verabschiedung der 12. Klasse in der Freien Waldorfschule Saar-Pfalz statt. Es war gleichzeitig die erste größere Veranstaltung an im Festsaal der Bexbacher Schule nach den Lockerungen der Corona-Einschränkungen. Anwesend waren die 28 Schülerinnen und Schüler und Lehrer der zwölften Klasse, Eltern, Geschwistern Verwandten und Freunde, natürlich mit Berücksichtigung der immer noch geltenden Hygienevorgaben.

Vor der feierlichen Zeugnisübergabe konnten die Besucher die beeindruckende Ausstellung der Arbeiten aus dem Kunstunterricht der vergangenen Monate bewundern. Die Plastiken und Bilder der SchülerInnen in diesem Jahr waren besonders sehenswert. Joachim Karsten aus dem Lehrer-Kollegium zog die Parallelen zwischen den Kunstprojekten und den Künstlern: „Der Gestaltungsprozess und die Gestaltungsfähigkeit spiegeln das, was das Schulleben in der Waldorfschule ausmacht: Aus Rohstoffen Formen bilden, die freie Komposition, das Herantasten, den Dingen Form und Kontur geben, sie in Beziehung zueinander setzen – das ist es, was die Schüler auch im Leben erwartet.“

Als „Meilenstein“ bezeichnete Horst Schneider, der für die Eltern sprach, den Abschluss. Er dankte Lehrern wie auch den Elternvertretern für ihr Engagement, die Geduld, die Kraft und den betriebenen Aufwand. Er sprach aber auch an, dass die SchülerInnen Verzicht üben mussten – zum Beispiel gab es kein Sozialpraktikum und keine Abschlussfahrt.

Im Namen der Klasse zogen Jermaine Jene und Yannick Lutze mit einer Prise Humor Bilanz und dankten ihren Lehrern und Lehrerinnen. Das Klassenspiel habe den Schülern Selbstvertrauen vermittelt und sei eine Erfahrung gewesen, an die man sich bis heute erinnere. Die anschließende Zeugnisübergabe auf der Bühne des Festsaals war ein großer Moment für die SchülerInnen und ihre Eltern. Zehn der 28 SchülerInnen werden ihren weiteren Weg außerhalb der Waldorfschule beschreiten; die anderen 18 gehen weiter Richtung Abitur.

Alle zusammen feierten zum Abschuss bei bestem Grillwetter unter freiem Himmel und genossen das reichhaltige Buffet, das die Eltern zusammengestellt hatten. Und wer trotz all der Köstlichkeiten noch ein bisschen Platz im Bauch übrig hatte, konnte sich zur Krönung gar noch ein Eis vom überraschend eingetroffenen Eiswagen schmecken lassen.

Der Waldorfabschluss in der 12. Klasse

Das Schulkonzept der Waldorfschule umfasst zwölf Jahre als allgemeinbildende Zeit, unabhängig von den angestrebten Abschlüssen wie Mittlere Reife oder Abitur. Alle SchülerInnen legen am Ende der 12. Klasse die Prüfung zum mittleren Bildungsabschluss ab. In der 13. Klasse wird ausschließlich auf die Abiturprüfung hingearbeitet, die wie an allen anderen Gymnasien und Gesamtschulen als zentrale Prüfung stattfindet.

Der Schwerpunkt des „Waldorfabschlusses“ in der 12. Klasse liegt auf der Persönlichkeitsbildung. Zu diesem Abschluss zählen die Jahresarbeiten, das Klassenspiel, ein künstlerischer Abschluss sowie – normalerweise – eine Studien- oder Projektfahrt mit aktivem sozialem und kulturellem Schwerpunkt.