Waldis on ice

Statt Mathe, Deutsch und Englisch stand für die Schüler der Klassen 5 bis 8 der Waldorfschule in Bexbach an einem Dienstag im März Eislaufen und Eishockey auf dem Stundenplan. Zum "Wintersporttag" fuhren rund 150 Schüler und die Lehrer Michael Bernhardt, Sascha Riebel, Christoph Riefer, Barbara Becker, Janosch Marx, Jutta Munz und die Betreuerin Ann-Christin Schicke mit Bussen in die Zweibrücker Eisarena, bepackt mit Schlittschuhen, Handschuhen und Hockeyschlägern. "Wir machen das mittlerweile zum vierten Mal", berichtet Lehrer Michael Bernhardt, "und sind damit - meines Wissens nach - die einzige Schule im Saarland, die einen Wintersporttag in dieser Form durchführt.

Nachdem die Schlittschuhe - ausgeliehen oder mitgebracht - an den Füßen waren, hieß es dann "Eis frei!", und mehr oder wenig mutig stürmten die Schüler auf die Eisfläche. Ist ja auch ziemlich cool, wenn man mal die ganze Halle quasi "für sich" hat. Während die Neulinge die ersten vorsichtigen Schlidder-Schrittchen wagten, immer schön mit der Bande in Reichweite, drehten die Geübten ihre Runden - und sogar mehrere Ketten und Polonaisen klappten unfallfrei.

Ein Vorteil der klassenübergreifenden Aktion: wer noch nicht so gut fahren kann, guckt einfach von denen die's besser können, ab - und Lehrer und Betreuer geben auch gerne Hilfestellung, wenn es ums sicher Laufen, Rückwärtsfahren oder Bremsen geht. Fahren im V-Schritt, "Eier schneiden" als Übung zum Rückwärtsfahren oder einfach nur eine Runde dahin gleiten - jeder wie er kann.

Und so locker die Atmosphäre auch war, in einem verstanden die Lehrer - zu Recht - keinen Spaß: Handschuhe sind Pflicht. Wer keine hatte oder sie nicht anziehen wollte, musste von der Tribüne aus zuschauen.

Sportlich wurde es dann, als im oberen Drittel das Eishockeyfeld abgetrennt wurde. Tore wurden aufgestellt, Schläger verteilt. Nach kurzer Einweisung, angeleitet von Michael Bernhardt und Janosch Marx, ging die Jagd auf den Puck los. Und da packte so manchen dann doch der Ehrgeiz - rasant ging es hin und her.

Wie im Flug, oder besser wie auf Kufen, verging die Zeit - und die meisten wären vielleicht gerne noch ein halbes Stündchen länger geblieben, als die Busse schon wieder zur Abfahrt bereit standen.

Also: im nächsten Jahr gerne wieder "Waldis on ice".

Jennifer Klein