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Aktuelles

30.09.2025

50 Jahre Freie Waldorfschule Saar-Pfalz

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Mit einem festlichen Festakt hat die Freie Waldorfschule Saar-Pfalz in Bexbach ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. Vor rund 500 Gästen aus Schulgemeinschaft, Politik und Gesellschaft wurde ein Abend voller Musik, Rückblicke und Zukunftsperspektiven gestaltet – ein bewegendes Jubiläum, das die tiefe Verbundenheit der Schule mit der Region sichtbar machte.

50 Jahre Freie Waldorfschule Saar-Pfalz

Mit einem feierlichen Festakt hat die Freie Waldorfschule Saar-Pfalz in Bexbach ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. Rund 500 Gäste – darunter Schüler:innen, Eltern, Ehemalige, Lehrkräfte sowie Vertreter:innen aus Politik und Gesellschaft – erlebten einen bewegenden Abend, der Musik, Erinnerungen und Zukunftsperspektiven verband. Den Auftakt machte der Jubiläumschor mit „Conquest of Paradise“, kraftvoll begleitet von einem 70-köpfigen Percussion-Ensemble. Der Chor setzte sich nicht nur aus Schüler:innen, sondern auch aus Eltern, Lehrer:innen und Ehemaligen zusammen – ein lebendiges Symbol für die enge Verbundenheit über Generationen hinweg. Schon zu Beginn wurde damit spürbar: Dieses Jubiläum ist ein Höhepunkt in der Geschichte der Schule.

Die Begrüßung übernahmen die Vorstandsmitglieder des Waldorfschulvereins Saar-Pfalz e.V., Frau Plonka, Frau Kulla und Herr Kiefaber, die in ihren Ansprachen die Entwicklung der Schule seit 1975 würdigten. Sie erinnerten an den Mut der Gründer:innen und die zahlreichen Wegbegleiter:innen, die mit großem Engagement den Aufbau und die Weiterentwicklung ermöglicht haben. In einer besonderen Geste begrüßten Schüler:innen unter der Leitung von Frau Hayward und Frau Ludt-Brach die Gäste in vielen verschiedenen Sprachen – ein Symbol für Weltoffenheit und Gemeinschaft. Einen historischen Rückblick gab Frau Schellong, die die Geschichte der Schule am anthroposophischen Modell des „Hauses des Lebens“ darstellte, das auf die Ärztin Frau Dr. med. Susanne Hofmeister zurückgeht. Dieses Modell betrachtet ein Leben als Abfolge von Räumen, die nacheinander durchschritten werden. Dabei spiegelten sich auch die schwierigen Jahre der finanziellen Krise wider, die die Schule in ihrer Geschichte durchleben musste, die nun aber erfolgreich überwunden sind. Im Anschluss führte Frau Sefrin diesen Rückblick fort und ergänzte mit persönlichen Worten die Entwicklung und Bedeutung der Schule.

Auch die Ehrengäste aus Politik und Gesellschaft stellten die Bedeutung der Schule für die Region heraus. Frau Bleyer sprach im Namen des Ministeriums, Landrat Frank John betonte die enge Verbindung zwischen Schule und Landkreis, Alt-Landrat Theophil Gallo erinnerte an viele Jahre gemeinsamer Zusammenarbeit, und Bürgermeister Christian Prech würdigte die Schule als festen Bestandteil des städtischen Lebens. Musikalische Beiträge sorgten zwischen den Reden immer wieder für festliche Akzente. Die Klassen 2, 3 und 6 sangen „Jeder Tag hat sein Geheimnis“. Das Klassenorchester der 6. Klasse unter der Leitung von Frau Lux und Frau Solowiej begeisterte mit Händels „A la Hornpipe“ aus der „Wassermusik“. Nach der Pause folgten ein Solo-Beitrag von Johanna Grand Montagne sowie das Ensemble AnJuLi. Ein besonderer Moment war der Auftritt des ehemaligen Oberstufenchors mit Bob Dylans „Blowin’ in the Wind“.

Ein weiterer Höhepunkt war die Ansprache von Christine Löffler, die als Vertreterin der UNESCO-Projektschulen die internationale Ausrichtung der Waldorfpädagogik hervorhob und symbolisch einen Ginkgo-Baum – den „Baum des Jahrhunderts“ – überreichte, um die nachhaltige Bedeutung von Bildung und Natur zu unterstreichen. Im Anschluss sprach Herr Döring als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft der Waldorfschulen im Saarland, Rheinland-Pfalz und Luxemburg. Er betonte die besondere Stellung der Freien Waldorfschule Saar-Pfalz als älteste Schule der Arbeitsgemeinschaft und würdigte ihre Vorreiterrolle für die Waldorfpädagogik in der Region.

Zum Abschluss vereinigten sich Jubiläums- und Oberstufenchor in einer schwungvollen Version von Stevie Wonders „Happy Birthday“. Unter der Leitung von Herrn Bott wurde das bekannte Lied eigens zum Anlass des 50-jährigen Jubiläums umgeschrieben und bildete einen festlichen Höhepunkt.

Zum Ende des Abends stand der Dank im Mittelpunkt: an alle Lehrer:innen, Mitarbeiter:innen, Eltern, Schüler:innen und Freund:innen der Schule, die in den vergangenen 50 Jahren das Waldorfkonzept in Bexbach getragen, gestaltet und mit Leben erfüllt haben. Besonders hervorgehoben wurde das Engagement der vielen ehemaligen Lehrer:innen, die die Schule über Jahrzehnte geprägt haben. Moderiert wurde der Abend von Frau Anken und Herrn Harling, die humorvoll als Reinigungskraft und Hausmeister auftraten und so für heitere Momente zwischen den Programmpunkten sorgten.

Der Festakt zeigte eindrucksvoll, wie sehr die Waldorfschule Saar-Pfalz in der Region verwurzelt ist und welche Strahlkraft sie über ein halbes Jahrhundert entfaltet hat. Mit Dankbarkeit für die vergangenen 50 Jahre und Zuversicht für die Zukunft endete eine Feier, die noch lange in Erinnerung bleiben wird.