Musik für Augen und Ohren

Vernissage der 12. Klasse präsentiert Jahresarbeiten   

Eine ganz besondere Veranstaltung war in diesem Jahr die Präsentation der Jahresarbeiten der 12. Klasse der Freien Waldorfschule Saar-Pfalz. Zum einen, weil es dank des Organisations-Teams überhaupt möglich war, eine Ausstellung mit Vorträgen für Eltern und Gäste unter den gegebenen Umständen und unter Einhaltung der Vorgaben des Musterhygieneplans des Saarlandes durchzuführen. Zum anderen, weil viele der Ergebnisse der Schüler trotz aller Turbulenzen, Einschränkungen und Belastungen durch Corona sehr gelungen waren.

Die gewählten Themen reichten von sozialen und psychologischen Fragestellungen über naturwissenschaftliche, historische, sportliche oder künstlerische Schwerpunkte bis zu Arbeiten mit praktischem Fokus. Ob „Auswirkungen durch die Corona-Pandemie“, „Obdachlosigkeit“, „Fleisch als Nahrungsmittel“, „Artensterben - Artenpflege“ oder „Nachhaltigkeit beim Bauen“ – immer wieder wurden auch aktuelle Brennpunkte unter die Lupe genommen.

Ein ganz besonderes Projekt hatten die Schüler Mathis Kreutz und Oskar Schöndorf auf die Beine gestellt, an dem die Schule lange ihre Freude haben wird: Unter dem Motto „Bühnentechnik“ entstand eine komplett neue Soundanlage mit Steuerungspult für Licht und Ton im Festsaal der Schule. Mit einigem handwerklichen Geschick und Unterstützung durch die Schulleitung, den Verein Elterninitiative der Waldorfeinrichtungen Bexbach e.V. und Spenden wurde die Anlage geplant, finanziert und gebaut. Zur Einweihung spielte eine eigens zusammengetrommelte Eltern-Lehrer-Schüler-Band die neuen Soundmöglichkeiten aus.

„In solchen Momenten, in denen durch den Einsatz der Schüler und mit der Unterstützung von vielen anderen Menschen solch ein Projekt realisiert wird, zeigt sich, dass sich der Aufwand lohnt“, so Joachim Karsten, der die Jahresarbeiten der 12. Klasse als Ansprechpartner und Koordinator betreute.

Die Jahresarbeiten gehören zum Waldorfschulabschluss am Ende der zwölfjährigen Waldorfschulzeit ebenso wie das Klassenspiel und ein künstlerischer Abschluss mit Ergebnissen aus den Bereichen Musik, Malerei und Plastik. Die Bewältigung der Jahresarbeit erfordert, wie auch die anderen Teile des Waldorfabschlusses, ein hohes Maß an Arbeitseinsatz und Zeitorganisation. Vor allem ist dabei der Wille entscheidend, nicht nur Gefordertes zu erledigen, sondern eine eigene Fragestellung zu entwickeln und dieser konsequent zu folgen. Dazu zählen neben der Ausarbeitung des frei gewählten Themas auch die Vorlage der Ergebnisse in schriftlicher Form, ergänzt durch einen praktischen Teil, sowie die Präsentation der Arbeit vor Publikum im Rahmen einer Ausstellung und mit einem Vortrag.

„Damit bieten wir den Schülern Schritte in ihrer Persönlichkeitsentwicklung an“, so Karsten. „Die tollen Individualleistungen unserer Schüler in diesem Jahr und das phantastische Gemeinschaftserlebnis an dieser Schule zeigen, dass dies gelingen kann.“

 

Das Ergebnis der Jahresarbeiten wird mit einem gesonderten Zeugnis gewürdigt. Es fließt ebenso in das Notenzeugnis der 12. Klasse ein und kann als besondere Lernleistung in die Mündliche Prüfung für den Mittleren Bildungsabschluss eingebracht werden.

Ebenso werden alle organisatorischen Aufgaben für die Präsentation durch die Schülerinnen und Schüler übernommen: Plakaterstellung, Programmzusammenstellung, Layout und Druck des Programmheftes, Technikteam und das Buffet für die Pausen.